KlangQuellen · Bodypercussion entdecken
Tipp, tapp – wenn Fingerspitzen Regen machen!

Zehn kleine Finger – und jede Menge Möglichkeiten, Musik zu machen! Mit unseren Fingerspitzen können wir auf einen Tisch, die Knie oder unsere Handflächen tippen. Mal klingt es wie ein einzelner Regentropfen, mal wie ein ganzer Regenschauer.
Wie entsteht der Klang?
Wenn Fingerspitzen auf eine Oberfläche treffen, versetzen sie diese kurz in Bewegung. Dabei entsteht ein Geräusch. Wie deutlich es zu hören ist, hängt unter anderem von der Oberfläche, der Stärke des Aufpralls und der Spielweise ab. Ein fester Holztisch klingt deshalb anders als ein weiches Kissen.
Was können wir entdecken?
Klangerzeugung
Auftippen · Schwingungen anregen · Geräusche hören.
Klangvergleich
Holz · Stoff · Haut – feste und weiche Oberflächen verändern den Klang.
Fingerspitzenregen
Einzelne Tropfen · dichter Regenschauer · wieder Stille.
Ein Finger oder alle zusammen?
Wir können mit einem Finger tippen, mehrere Finger gleichzeitig einsetzen oder die Finger nacheinander bewegen. So entstehen verschiedene Geräusche und rhythmische Muster. Besonders spannend wird es, wenn aus wenigen leisen Tropfen nach und nach ein dichter Regen wird.
Mitmachidee: Der Fingerspitzenregen
Ihr braucht: eure Hände und unterschiedliche geeignete Oberflächen, beispielsweise einen Tisch, ein Stoffstück und die eigene Handfläche.
- Den Klang entdecken: Tippt mit einem Zeigefinger auf den Tisch. Wie klingt das?
- Oberflächen vergleichen: Probiert Holz, Stoff und eure Handfläche aus. Wo hört ihr den deutlichsten Klang?
- Der Regen beginnt: Lasst zunächst einzelne Finger langsam tippen. Nach und nach kommen weitere Finger hinzu.
- Das Regenorchester: Gemeinsam wird aus wenigen Tropfen ein Regenschauer. Danach werden die Tropfen wieder seltener, bis völlige Stille herrscht.
Was Kinder dabei entdecken
Kinder erleben ihre Fingerspitzen als Klangquelle und erforschen, wie unterschiedliche Oberflächen Geräusche verändern. Sie schulen ihre auditive Wahrnehmung, üben gezielte Fingerbewegungen und entwickeln ein Gefühl für rhythmische Muster. Beim gemeinsamen Fingerspitzenregen erleben sie außerdem Veränderungen der Klangdichte und Lautstärke und gestalten einen musikalischen Spannungsbogen.
Tipps für Eltern und pädagogische Fachkräfte
Nicht jedes Kind kann seine Finger bereits einzeln und unabhängig voneinander bewegen. Das ist völlig in Ordnung. Gerade jüngere Kinder dürfen mehrere Finger gleichzeitig oder die ganze Hand einsetzen. Wichtig sind sanfte Bewegungen, die nicht schmerzen.
Besonders anschaulich wird das Spiel mit einer kleinen Geschichte: Die ersten Tropfen fallen, der Regen wird stärker, ein kräftiger Schauer zieht vorüber und schließlich wird es wieder still. Kinder können die Geschichte selbst erzählen oder dirigieren.
KlangQuellen – Entdecken. Hören. Verstehen.
